KUNST
und LITERATUR
"beide,
Dichter wie Künstler, erschaffen Bilder
, die wir entweder lesend oder betrachtend
wahrnehmen. Vor allem Gedichte in ihrer hochkonzentrierten
Form, haben einen hohen Aufforderungscharakter,
setzen persönliche Assoziationen und
Gefühle frei. Gedicht und Bild - beides
wie eine konzentrierte verschlüsselte
Geschichte.
W.B.hat sich mit Gedichten der diesjährigen
Huchelpreisträgerin Uljana Wolf auseinandergesetzt
und sich zu eigenen Bildideen anregen lassen.
Sie lässt sich mitreißen von den
bizarren Worten, von neuen ungehörten
Begriffen, von Assoziationen und Wortschöpfungen.
In ihren Arbeiten finden sich Parallelen zu
den poetischen Umschreibungen aber auch inhaltlich
zu den tagträumerischen Zwischenstationen
Während
des Arbeitens ist sie mehr und mehr auf ihrer
eigenenGedankenebene und sucht den spezifischenAusdruck.
Bringt verschiedene Inhaltsbedeutungen zusammen.Gefilterte
Aussagen aus der Welt der Lyrik
"
(M.Höhlein-Dolde, Breisach, 2006)
"
Bilder,
die in ihrer lyrischen Zeichenhaftigkeit noch
Raum lassen für das Geheimnis
"
"
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entstehen bei Brügel durch diese ganz
besondere Auseinandersetzung mit Inhalt und
Form des Textes, des Wortes. Aussagen werden
zu grafischen Elementen,tragen ihre eigene
Bedeutung. Bedeutung spricht an, berührt,
wird verstanden.
Ganz neue Wege geht sie seit kurzem, indem
sie auch mit Folie arbeitet. W.B. nutzt das
Transparente gleichsam zum Transzendieren
- zum Durchdringen der Zeiten. Sie zieht das
Glatte über das Schrundige und verleiht
ihm aber nur scheinbar Glanz, denn tatsächlich
wird das Alte Verbrauchte nur noch intensiver
erhöht.
Diese Coolness ist eine neue Sprache, in der
W.B. auf die literarische Verdichtung der
Lyrik eine weitere Verdichtung durch ihre
Collagearbeit setzt
" (E.Wittke,
Tübingen 2006)